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Eishockey Welt Ausgabe 20

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Knall beim HC Davos, Gescheitert in den Achtelfinals, Von den ZSC Lions und Ambrì gestoppt,

Gescheitert im

Gescheitert im 1/8-Finale Die Schweizer Klubs sind in der ersten Play-Off Runde gescheitert. Kein Grund für uns, die Leistungen der vier Mannschaften zu schmälern. Eher sollten die Schweizer Klubs über die Bücher in Sachen Spielplangestaltung und Vorbereitung auf die Champions Hockey League. Die beteiligten Teams haben sich in diesem Jahr nicht mit Ruhm bekleckert. Kann die Gruppenphase noch mit genügend abgehakt werden, so sieht dies in der Play-Off Runde anders aus. Die Leistungen rangieren von sehr schlecht bis knapp genügend. Dabei ist die die Diskrepanz aller beteiligten Mannschaften gross. Am tiefsten dürfte der Frust bei den ZSC Lions sein. Nur 1:13 Minuten fehlten den Stadtzürchern zum Einzug in die Viertelfinals. Gegen die Finnen von Kärpät Oulu mussten sie am Ende eine 3:2 Auswärtsniederlage hinnehmen. Im Hinspiel im Hallenstadion konnten die Zürcher das 4:4 zwei Sekunden vor Ende des Spieles erzielen. Sie waren vor dem Rückspiel in Finnland gewarnt und konnten das Spiel dennoch nicht für sich entscheiden. Zug scheitert an München Ebenso gewarnt war der EV Zug. Auch die Zentralschweizer waren im Rückspiel zu Hause vor den Münchnern gewarnt. Dies zeigten bereit im Hinspiel eine starke Leistung und unterlagen den Zugern mit 2:3. Im Rückspiel gelang München eine ausgezeichnete Leistung. Sie liessen keinen Treffer zu und waren vor allem im Blocken der Schüsse der Zuger ausgezeichnet. Ihre defensive Arbeit war der Schlüssel zu diesem Erfolg. Die Ursache für das Scheitern des HC Lugano liegt in deren Undiszipliniertheit. Die Tessiner nahmen im entscheidenden Spiel in Göteborg zu viel Strafen, welche zu den entscheidenden Toren führten. Ebenfalls ungenügend war ausgerechnet Torhüter Elvis Merzlikins. Im ersten Spiel noch der klar beste Spieler in der Cornèr Arena, so war er in Göteborg mit einer Abwehrquote von 87% schlecht. Aber auch die Teamarbeit wollte in Göteborg nicht klappen, Nur gerade neun Schüsse wurden von den Tessinern im Rückspiel in Schweden geblockt. Ganz klar zu wenig um eine Runde weiter zu kommen. Häme über Bern Und der «grosse» SC Bern, auf den die Schweiz so gerne schaut und seine Häme über den Klub giesst, wenn dieser scheitert? Der SC Bern hatte bereits im Hinspiel die schlechteste Ausgangslage aller vier Teams. Die Berner verloren in Malmö mit 1:4 und konnten sich auch zu Hause nicht durchsetzen. War es mangelnde Effizienz? Ja und Nein. Malmö konnte 6

die Berner vor allem im Hinspiel überrumpeln. Mit ihren Distanzschüssen setzte Malmö die Berner unter Druck. Und Leonardo Genoni war teilweise machtlos bei diesen Treffern. Ja, weil die Berner trotz den besseren Schüssen rund um das Tor im Hinspiel nicht effizient waren. Im Rückspiel konnten die Berner dieses Manko nicht ausgleichen. Analysieren und daraus lernen Alles in allem muss festgehalten werden, dass alle vier Teams ihre Chancen hatten, eine Runde weiter zu kommen. Ausgenützt haben sie diese nicht. Vor allem die Zürcher und die Zuger müssen sich Vorwürfe gefallen lassen. Beide hätten gegen ihre Teams bestehen müssen. Auch wenn beim «Zett» Pech dazugekommen ist. Die Zuger andererseits mussten die bittere Erfahrung machen, dass sie die Deutschen unterschätzt haben. Elvis Merzlikins (Planete Hockeyt/Mauricette Schnider) Nun von einer «Operetten Liga» oder vom sofortigen Rückzug aus der Champions Hockey League zu schwadronieren oder die Liga klein zu schreiben ist fehl am Platz. Sicher, alle vier Teams müssen nach diesem überraschend frühen aus über die Bücher. Es hilft dem Schweizer Eishockey auf lange Sicht nichts, wenn die Schweiz erneut aussen vor bleiben würde. Dies würde auf internationalem Niveau einen Rückschritt bedeuten. Die Schweiz würde an Ansehen verlieren, an den Weltmeisterschaften würde die Schweiz wieder nur um die Teilnahme an den Viertelfinals zittern müssen und die gemachten Fortschritte würden vernichtet. Nur die Champions Hockey League, mit ihren Herausforderungen gegen unbekannte Gegner und andere Teams aus anderen Ligen zu spielen, bringt die Schweiz wirklich weiter. Nicht die kurzfristige Analyse aus einer Enttäuschung heraus. Sondern die klare Analyse des Scheiterns, des Korrigierens und des nächsten Mal besser Machens bringt die Schweiz International weiter. Kosten oder andere Überlegungen dürfen dabei keine Rolle spielen. 7

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